Die „tollen Tage“ der Modellbau Neumünster
Während Andere sich um diese Zeit in Kostümen mit Pappnase bei Prunksitzungen in geschmückten Sälen vergnügen, gibt es kleine Gruppen, aus meist nördlicher Breite, die mit Vereinspulli, Clubständer und -banner in einer der Holstenhallen ihre Schiffs- und Fahrmodelle dem zahlreichen Publikum präsentieren und vorführen.
Statt „Narrhallamarsch“, „TäTäTä“ oder „Helau“, ertönten in den beiden „tollen Tagen“ die schrillen Soundmodule unzähliger Modell LKW`s, die prozessionsähnlich die Gänge befuhren, das Tatütata diverser Einsatzfahrzeuge und Schiffe, sowie das Dröhnen eines Bergepanzers, während vereinzelt die Dampfpfeifen der Dampfschiffe sich Gehör verschafften.
Auch wir gehörten in diesem Jahr wieder zu den Gruppen, die auf der „Modellbau Neumünster“ mit einem Stand vertreten waren. Mit einer Größe von 12 mal 4 Metern zeigten wir in den zwei Tagen insgesamt 31 Boote, die von ihren 11 Mitgliedern dem Publikum präsentiert wurden. Bei 25 Vereinsmitgliedern eine tolle Beteiligung!



Am Freitagnachmittag bereiteten schon ab 17.00 Uhr Silvi, Volker, Ralf, Stephan, Ronny, Wolfgang und Achim den Stand vor. Die Sonnabend Crew, bestehend aus : Achim, Bernd, Jörg, Michael, Ralf, Ronny, Silvi, Stephan, Volker und Wolfgang , traf sich um 8.30 Uhr, um ihre Boote zu platzieren und um anschließend traditionell gemeinsam zu Frühstücken. So gut gestärkt, erwarteten wir ab 10.00 Uhr den Ansturm der Besucher.

Stärkung vor dem großen Ansturm
Wo wollen die denn alle hin?
Es ergaben sich einige gute, interessante Gespräche. Zur Mittagszeit, rief Silvi die Crew auf zum „Würstchenfassen“, und um die 8 Stunden gut zu überstehen, lagen auch noch Schokoladen-, Butterkuchen, Berliner und Süßigkeiten zum Verzehr bereit. Einige von uns nutzen die Gelegenheit, ihre Boote im 100 m² großen Wasserbecken fahren zu lassen. Jörg, der stark von Besuchern an seinem Stand mit dem Rettungsschuppen umlagert wurde, nutze die Fahrgelegenheit wie auch Stephan mit seinen Kuttern und dem Minischlepper. Ralf und ich präsentierten unsere Dampfschiffe zu Wasser unter reichlicher Zuhilfenahme der Dampfpfeife und – Sirene. Erstmals wriggte auch „Hauke Petersen“ mit seinem Nachen wieder durchs Wasser und zeigte dem Publikum den nur noch selten zu sehenden „Holzantrieb“. Kurz vor achtzehn Uhr klarierten wir unseren Stand auf und beendeten den ersten „tollen Tag“.
Der Sonntag, verlief ähnlich. Unser Wissen war vielfach gefragt und einige Fahrten auf dem Becken wurden unternommen. Statt Ronny und Michael verstärkte Günther mit seinen Booten die Sonntags Crew, was eine Umstellung der Boote bedurfte. Silvi lud dieses Mal zu einem vegetarischen Frühstück ein und für das weitere leibliche Wohl sorgten, neben dem selbst Mitgebrachten, Süßigkeiten, Curry – und Bockwurst. Als ab 16.00 Uhr nur noch wenige Besucher erschienen, packten wir unser Boote langsam ein und bauten den Stand ab, sodass wir um kurz nach siebzehn Uhr die Rückreise antraten.

Wo kommt der Dampf denn her? Ralf erklärt die Dampfmaschine
Auch wenn diese Messe meines Erachtens nicht ganz so gut besucht wurde wie in den Vorjahren, so war sie doch für uns ein voller Erfolg. Man war mal wieder zusammen, konnte sich austauschen. Das gute Unter- und Miteinander sowie die Zusammenarbeit haben Freude gemacht. Auch der Austausch mit den anderen Vereinen/Clubs war informativ und wichtig. Nach den zwei „tollen Tagen“ mit siebzehnstündiger Präsentation, den An- und Abfahrten sowie des Auf- und Abbaus hatten wir unseren „Ascher Montag“ redlich verdient und blicken nun auf die neue Fahrsaison.
Bericht: Bernd Antelmann
Bilder & Video: Stephan, Volker
